Ausgangsidee
Warum Florida zunächst so naheliegend war
Florida war für uns als Familienziel zuerst sehr attraktiv. Es ist ein klassisches Fernreiseziel mit guter Infrastruktur, vielen familienfreundlichen Möglichkeiten, westlichem Umfeld und aus unserer Sicht hoher gefühlter Sicherheit. Dazu kam: Wir hatten bereits gute Erfahrungen mit unserem ersten USA-Trip an die Westküste gemacht.
Gerade mit Kindern ist das ein wichtiger Punkt. Bei einer großen Fernreise zählt nicht nur der Meilenwert, sondern auch das Gefühl, dass das Ziel organisatorisch gut beherrschbar ist.
Warum Miles & More im Fokus stand
Unser Hauptprogramm ist trotzdem Miles & More
Für uns ist Miles & More weiterhin das naheliegendste Hauptprogramm, obwohl die Zuzahlungen auf USA-Strecken problematisch sein können. Der Grund ist der Alltag: PAYBACK lässt sich über viele normale Ausgaben sammeln und durch Booster stark beschleunigen.
Dazu gehören zum Beispiel Aktionen rund um Strom- und Gasverträge, Internet- und Handyverträge, Coupons, Wunschgutschein-Strategien und andere PAYBACK-Multiplikatoren. Dadurch ist Miles & More für uns leichter „erwirtschaftbar“ als ein reiner Avios- oder Flying-Blue-Bestand.
Miles & More Miami
Das Problem: hohe Zuzahlungen bei Miles & More
Die Miami-Suche hat gezeigt: Es gab grundsätzlich passende Business-Class-Awards. Das Problem war nicht nur die Verfügbarkeit oder die Meilenmenge, sondern die Cash-Komponente zusätzlich zu den Meilen.
Für vier Personen wird daraus schnell ein massiver Cash-Anteil. Grob gerechnet lag die Miles-&-More-Zuzahlung bei rund 8.480 € für 4 Personen Return – zusätzlich zu mehr als 600.000 Meilen.
Florida war als Ziel weiterhin attraktiv. Aber als erstes großes PAYBACK- beziehungsweise Miles-&-More-Ziel war Miami für uns wegen der hohen Zuzahlungen nicht mehr die beste Wahl.
Cashpreis gegen Award
Der Cashpreis macht die Bewertung fairer
Wichtig ist: Der Miles-&-More-Award war nicht wertlos. Gegenüber dem Business-Cashpreis entstand rechnerisch durchaus eine Ersparnis. Aber die verbleibende Zuzahlung war für eine Familienreise trotzdem sehr hoch.
| Miami Business Class | Cashpreis pro Erw. | Award-Zuzahlung pro Erw. | Meilen pro Erw. | Einordnung |
|---|---|---|---|---|
| DUS → MIA | ca. 1.962,86 € | ca. 835–845 € | ca. 75.542 | rechnerisch Ersparnis, aber hoher Eigenanteil |
| MIA → DUS | ca. 2.354,74 € | ca. 1.225–1.296 € | ca. 75.085 | Rückflug besonders zuschlagsintensiv |
| Return | ca. 4.317,60 € | über 2.000 € | über 150.000 | für 4 Personen schnell über 8.000 € Zuzahlung |
Alle Werte sind Momentaufnahmen aus der Suche für Mai 2027. Sie zeigen die Planungslogik, sind aber keine Preisgarantie.
Avios und Flying Blue
Mit mehr Amex-Punkten sähe Florida anders aus
Der Vergleich mit anderen Programmen zeigt, dass Florida nicht grundsätzlich unattraktiv sein muss. Bei gleichem Datum lagen die Zuzahlungen in den geprüften Beispielen deutlich niedriger als bei Miles & More.
| Programm | Meilen / Punkte für 4 Personen | Zuzahlung für 4 Personen | Einordnung |
|---|---|---|---|
| Miles & More | grob über 600.000 Meilen Return | ca. 8.480 € | für uns zu hoher Cash-Anteil |
| British Airways Avios | 974.000 Avios | 2.760 € | viel weniger Zuzahlung, aber extrem hoher Avios-Bedarf |
| Flying Blue | 1.165.500 Meilen | 3.118 € | niedrigere Zuzahlung, aber sehr hoher Meilenbedarf |


Mit einem sehr hohen American-Express-Membership-Rewards-Bestand könnte man über Avios oder Flying Blue flexibler planen. Bei uns war dieser Bestand aber noch nicht hoch genug, um Florida darüber seriös als erstes großes Ziel zu planen.
Das Problem war nicht Florida an sich. Das Problem war unsere konkrete Programmlogik: Viele PAYBACK-Punkte lassen sich gut zu Miles & More bringen, aber gerade dort waren die USA-Zuzahlungen für uns zu hoch. Avios und Flying Blue hatten niedrigere Zuzahlungen, verlangten aber einen Punktestand, den wir noch nicht realistisch hatten.
Warum Thailand gewann
Warum wir uns stärker auf Thailand festgelegt haben
Thailand wurde dadurch nicht automatisch einfach. Auch dort braucht eine Familie viele Meilen, gute Verfügbarkeit und einen sauberen Cashvergleich. Aber die geprüften Beispiele wirkten für unsere konkrete Planung stimmiger: Meilenbedarf, Zuzahlung, Cashpreis und Familiennutzen passten besser zusammen.
Für uns wurde Thailand deshalb zum logischeren ersten großen Fernreiseprojekt mit Meilen. Florida bleibt ein attraktives Ziel für später – insbesondere, wenn mehr flexible Amex-Punkte für Avios oder Flying Blue vorhanden sind.
Fazit
Die wichtigste Lehre aus dem Florida-Vergleich
Ein Ziel kann emotional passen, sicher wirken und gute Verfügbarkeiten zeigen – und trotzdem wegen der Zuzahlungen nicht zur eigenen Strategie passen. Genau deshalb reicht es nicht, nur Meilen zu sammeln. Man muss auch prüfen, welches Programm zum Ziel, zur Familie und zum realistischen Punktebestand passt.
Für unsere aktuelle Situation heißt das: PAYBACK und Miles & More bleiben stark, aber nicht jedes Ziel ist damit automatisch sinnvoll. Gerade bei USA-Flügen muss der Cash-Anteil besonders kritisch geprüft werden.
Eigene Reise im Rechner prüfen